Bezirksbeschluss
Beschlossen am 20. November 2025
DS/1842/IX
Aufklärung über verlorene Gelder für Hitzeschutz-Projekt
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen forderte eine genaue Untersuchung, warum Fördermittel für das Projekt „Urban Heat Lab“ verloren gingen. Durch das Ende des Projekts fehlen dem Bezirk Lichtenberg nun 120.000 Euro für Maßnahmen gegen Sommerhitze. Das Bezirksamt wurde beauftragt, eine Chronologie der Ereignisse und Verantwortlichkeiten zu erstellen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat diesen Antrag beschlossen.
Bezirksbeschluss
Abgelehnt
Im Ausschuss abgelehnt am 19. November 2025
2241/VI
Pankebrücke Heubuder Straße: Antrag auf schnellere Umsetzung abgelehnt
Die CDU-Fraktion wollte erreichen, dass das Bezirksamt beim Senat den aktuellen Stand und eine schnellere Umsetzung des Brückenneubaus an der Heubuder Straße abfragt. Diese Brücke ist eine wichtige Verbindung für Schulkinder und Senior*innen im Kiez. Der zuständige Ausschuss für Umwelt, Natur, Grünflächen und Klima lehnte diesen Vorschlag jedoch mehrheitlich ab. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass die Planungen des Senats für den Ersatzneubau voraussichtlich ohnehin ab Ende 2025 fortgesetzt werden.
Bezirksbeschluss
Beschlossen im Ausschuss am 19. November 2025
2244/VI
Bürgerbeteiligung für Umweltschutz und Baden am Plötzensee geplant
Die Fraktion Die Linke hat vorgeschlagen, ein neues Beteiligungsformat für Bürger*innen zum Plötzensee ins Leben zu rufen. Ziel ist ein besserer Austausch zwischen Anwohner*innen, Initiativen und der Verwaltung, um Konflikte zwischen dem Naturschutz und der Nutzung als Badesee zu lösen. Der zuständige Fachausschuss hat diesen Vorschlag bereits mehrheitlich zur Annahme empfohlen. Nun muss die Bezirksverordnetenversammlung abschließend über die Umsetzung entscheiden.
Bezirksentscheidung
Beschlossen im November 2025
1743/XXI
Tempelhofer Damm: Mehr Baumschutz und neue Verkehrsregeln während der Bauzeit
Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg hat einen Antrag der Fraktionen SPD, Grüne und Linke mit Änderungen beschlossen. Damit soll beim Umbau des Tempelhofer Damms der Erhalt von Bäumen Vorrang haben. Um die Bäume auf dem Mittelstreifen zu schützen, soll während der Bauarbeiten auf eine vierte Fahrspur verzichtet werden. Außerdem soll das Bezirksamt dafür sorgen, dass der Verkehr während der Bauzeit nicht durch angrenzende Wohngebiete ausweicht.
Bezirksentscheidung
Beantwortet im November 2025
1814/XXI
Aktuelle Bürgeranfragen zu Verkehr, Bauen und Sozialem im Bezirk
Bezirksverordnete verschiedener Fraktionen (CDU, Grüne, SPD, Linke, AfD, FDP) haben dem Bezirksamt Fragen zu wichtigen lokalen Themen gestellt. Es geht unter anderem um die Rückkehr zu Tempo 50 auf Hauptstraßen, den Standort eines neuen Jugendzentrums und Maßnahmen gegen Müll an Altkleidercontainern. Auch Verzögerungen bei Baustellen in Friedenau sowie die Sicherheit und Hygiene in Unterkünften für Obdachlose wurden thematisiert. Das Bezirksamt hat diese Anfragen schriftlich beantwortet.
Bezirksvorlage
Überwiesen
Im November 2025 zur Beratung überwiesen
IX/1170
Günstige Miete für Verein VVN-BdA in Treptow-Köpenick erhalten
Die Fraktionen SPD, Die Linke und B'90/Die Grünen schlagen vor, dass der Verein VVN-BdA seine Räume im Bezirk weiterhin zu einer vergünstigten Miete nutzen darf. Damit soll die Arbeit des Vereins gegen Rechtsextremismus und für eine demokratische Erinnerungskultur gewürdigt und langfristig gesichert werden. Die Bezirksverordnetenversammlung hat den Antrag zur weiteren fachlichen Beratung in die Ausschüsse überwiesen. Eine endgültige Entscheidung über die Mietkonditionen ist daher noch nicht gefallen.
Bezirksentscheidung
Beschlossen am 19.11.2025
1784/XXI
Keine neuen Förderschulen: Mehr Inklusion an Regelschulen geplant
Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg hat einen Antrag der Fraktion GRÜNE mit Änderungen beschlossen. Das Bezirksamt wird damit aufgefordert, keine neuen Förderschulen mehr zu planen, insbesondere nicht am Berlinickeplatz. Stattdessen sollen alle verfügbaren Mittel genutzt werden, um Regelschulen barrierefrei zu machen und die Unterstützung für Kinder mit Förderbedarf direkt vor Ort zu stärken. Ziel ist es, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung im Bezirk voranzubringen.
Bezirksmeldung
Beantwortet am 18. November 2025
2840/XXI-01
Selbstbestimmungsgesetz: 96 Personen änderten Geschlechtseintrag in Reinickendorf
Das Bezirksamt Reinickendorf zieht ein Jahr nach Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes Bilanz. Seit August 2024 gingen im örtlichen Standesamt 136 Anmeldungen zur Änderung des Geschlechtseintrages und der Vornamen ein. Davon wurden bereits 96 Erklärungen offiziell beurkundet, nachdem die gesetzlich vorgeschriebene Drei-Monats-Frist abgelaufen war. Fast alle Antragsteller*innen haben bereits Termine zur finalen Abgabe ihrer Erklärung erhalten.
Bezirksentscheidung
Berlinweit
Zur Kenntnis genommen im November 2025
1815/XXI
Schnelleres Internet: Genehmigungen für Glasfaser-Ausbau werden beschleunigt
Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat über eine neue Vereinbarung mit dem Senat informiert, um den Glasfaser-Ausbau in Berlin voranzutreiben. Es wurden klare Regeln und kürzere Bearbeitungsfristen für die Ämter festgelegt, damit Internetanbieter schneller bauen können. Ziel ist es, Berlin zügiger mit modernem und stabilem Internet zu versorgen. Die Bezirksverordnetenversammlung hat diese Information zur Kenntnis genommen.
Bezirksentscheidung
Bericht zum Stand der Umsetzung vom November 2025
0695/XXI
Besseres WLAN in den Rathäusern Schöneberg und Tempelhof geplant
Auf Antrag der Fraktion GRÜNE hat die Bezirksverordnetenversammlung beschlossen, das WLAN in den Rathäusern Schöneberg und Tempelhof zu verbessern. Das Bezirksamt berichtet nun, dass die aktuelle Technik oft überlastet ist, da sich viele Geräte automatisch einwählen. Um das Internet für Besucher:innen im Bürgeramt und in öffentlichen Bereichen schneller zu machen, sind neue Geräte, eine bessere Funk-Abdeckung und ein Glasfaseranschluss für das Rathaus Schöneberg geplant.
Bezirksentscheidung
Umsetzung im November 2025 gemeldet
0663/XXI
Hilfe bei Gewalt: QR-Codes an „Roten Bänken“ in Tempelhof-Schöneberg
Auf Initiative der Fraktionen SPD, Grünen und Linken erhalten die „Roten Bänke“ im Bezirk QR-Codes, die direkt zum Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen führen. Das Bezirksamt hat bereits die Bank am Grazer Platz mit einem entsprechenden Aufkleber ausgestattet und plant, alle weiteren Bänke im Bezirk nachzurüsten. Die Informationen sind in Deutsch, Englisch sowie Türkisch verfügbar und enthalten zudem ein internationales Handzeichen für Notfälle. Damit wird Betroffenen im öffentlichen Raum ein einfacher und diskreter Zugang zu Hilfe ermöglicht.
Bezirksmaßnahme
In Umsetzung
Bericht zum Fortschritt vom November 2025
IX-0581
Sicherer Fußweg für die Malchower Straße
Die Fraktionen der CDU und Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für mehr Sicherheit auf der Malchower Straße ein. Die Bezirksverordnetenversammlung hat bereits beschlossen, dass zwischen Muspelsteig und Axenstraße ein neuer Gehweg entstehen soll. Das Bezirksamt berichtet nun, dass die Planungen abgeschlossen sind: Die Fahrbahn wird verengt, um durch bauliche Trennung einen geschützten Bereich für Fußgänger*innen zu schaffen. Die Umsetzung ist für das Jahr 2025 geplant, sobald die Berliner Senatsverwaltung die Verkehrszeichen final geprüft hat.
Bezirksmeldung
Beantwortet am 17.11.2025
2348/VI
Aus für den Neubau des Schul-Umwelt-Zentrums in der Birkenstraße
Die Fraktion Die Linke fragte nach dem Status des geplanten Neubaus für das Schul-Umwelt-Zentrum (SUZ) in Moabit. Das Bezirksamt antwortete, dass das Projekt vorerst gestoppt wurde. Als Gründe nennt das Amt massive Kürzungen von Fördergeldern durch den Senat sowie fehlendes Personal im Schulamt. Da die strengen Zeitvorgaben für die Fördermittel nicht mehr einzuhalten sind, kann der Neubau aktuell nicht wie geplant umgesetzt werden.
Bezirksmeldung
Beantwortet am 17.11.2025
2351/VI
Fördergelder verloren: Kein Neubau am Schul-Umwelt-Zentrum Birkenstraße
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fragte nach den Gründen für den geplatzten Neubau am Schul-Umwelt-Zentrum (SUZ) in der Birkenstraße. Das Bezirksamt Mitte teilte mit, dass Fördergelder in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro zurückgegeben werden mussten. Als Hauptgründe nennt das Amt Verzögerungen durch die Senatsverwaltung sowie einen erheblichen Personalmangel im eigenen Haus. Da wichtige Fristen nicht mehr eingehalten werden können, wird das Projekt vorerst nicht realisiert.
Bezirksbeschluss
Abgelehnt
Im Ausschuss zurückgezogen am 13.11.2025
1444/VI
Zusätzliche Bänke und Mülleimer im Heinrich-Laehr-Park
Die CDU-Fraktion schlug vor, am sanierten Hauptweg des Heinrich-Laehr-Parks mehr Parkbänke und Mülleimer aufzustellen. Besonders Besucher*innen einer nahegelegenen Seniorenfreizeitstätte hatten diesen Bedarf geäußert, um mehr Ruhezonen nutzen zu können. Der Antrag wurde jedoch im November 2025 von der CDU-Fraktion im zuständigen Ausschuss zurückgezogen. Damit wird das Vorhaben in dieser Form vorerst nicht weiterverfolgt.
Bezirksentscheidung
Beschlossen im November 2025
1747/XXI
Finanzierung für den barrierefreien Rufbus MUVA soll gesichert werden
Die Seniorenvertretung hat vorgeschlagen, den barrierefreien Rufbus-Dienst „MUVA“ der BVG dauerhaft finanziell abzusichern. Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg hat diesen Antrag angenommen. Das Bezirksamt wird nun aufgefordert, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass das Angebot über den Jahreswechsel hinaus bestehen bleibt. Ziel ist es, die Mobilität für Menschen mit Einschränkungen im Bezirk dauerhaft zu gewährleisten.
Bezirksbeschluss
Abgelehnt
Im Ausschuss zurückgezogen am 13. November 2025
1382/VI
Antrag für Ecotoilette am Markusplatz zurückgezogen
Die CDU-Fraktion schlug vor, am Markusplatz eine nachhaltige und wasserlose Ecotoilette nach dem Vorbild der Anlage in der Goebenstraße aufzustellen. Damit sollte die Aufenthaltsqualität auf dem Platz für Besucher*innen verbessert werden. Nach mehrfacher Vertagung in den Fachberatungen zog die Fraktion den Antrag im November 2025 schließlich zurück. Damit wird das Vorhaben vorerst nicht weiterverfolgt und es entstehen dort keine neuen sanitären Anlagen durch diesen Vorstoß.
Bezirksentscheidung
Beschlossen im Dezember 2025
1484/XXI
Höhere Gebühren für stationäres Carsharing in Tempelhof-Schöneberg geplant
Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg hat einen Vorschlag der CDU-Fraktion mit Änderungen angenommen. Das Bezirksamt soll sich nun dafür einsetzen, dass Anbieter von festen Carsharing-Stationen höhere Gebühren für die Nutzung öffentlicher Flächen zahlen. Ziel ist eine fairere Preisgestaltung für die Sondernutzung von Straßenland. Für Bürger:innen könnte dies langfristig beeinflussen, wie viele Carsharing-Plätze zur Verfügung stehen und wie diese finanziert werden.
Bezirksbeschluss
Abgelehnt
Im Ausschuss zur Ablehnung empfohlen am 13.11.2025
IX/1122
Keine Veröffentlichung von Gutachten zum Abriss der Kaserne Hessenwinkel
Die CDU-Fraktion forderte vom Bezirksamt, Gutachten zum geplanten Abriss der Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände Hessenwinkel zu veröffentlichen. Es sollte belegt werden, warum die Häuser nicht für Wohnungen umgenutzt werden können. Der zuständige Fachausschuss hat diesen Antrag jedoch mehrheitlich abgelehnt. Damit wird der Forderung nach mehr Transparenz zu den Abrissgründen voraussichtlich nicht gefolgt.
Bezirksbeschluss
Beschlossen am 12. November 2025
2103/XXI
Neuköllner BVV verurteilt Aussagen von Bundeskanzler Merz zu Migration
Die Fraktionen von SPD, Grünen und Linken haben eine Resolution gegen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz eingebracht. Die BVV Neukölln kritisiert darin dessen Aussagen zum Thema „Stadtbild“ und Migration als rassistisch und sexistisch. Das Bezirksparlament betont, dass Vielfalt zum friedlichen Alltag in Neukölln gehört, und weist die Instrumentalisierung von Frauenrechten gegen Migrant*innen zurück. Der Antrag wurde mehrheitlich beschlossen und fordert den Kanzler zur Entschuldigung auf.