Spandauer Stadtbibliothek soll als Dritter Ort gestärkt werden
Die Linke wollte in Spandau einen öffentlichen Begegnungsort nach dem Konzept des „Dritten Ortes“ etablieren und die Stadtbibliothek dafür stärken. Das Bezirksamt hat den Antrag geprüft und legt den Bibliotheksentwicklungsplan Spandau 2032 vor, der die Stadtbibliothek als Begegnungs-, Informations- und Wissensort definiert. Geplant ist ein Impulsprojekt „Dritter Ort Spandau“ von 2029 bis 2032. Das Papier deckt aber große Mängel auf: Die Bibliotheksfläche erreicht nur 28 % des Berliner Sollwerts, die Bezirkszentralbibliothek ist mit bis zu 1.500 Besuchen täglich überlastet. Zudem ist die erweiterte Wochenendöffnung mit rund 600 Zusatzbesuchen pro Wochenende nicht dauerhaft finanziert – sie kostet etwa 7.000 Euro im Monat. Das Ersuchen gilt aus Sicht des Bezirksamts als erledigt, die Umsetzung hängt nun von der Haushaltspolitik ab.