500 Fälle anti-Schwarzen Rassismus: Anhörung zur UN-Dekade in Berlin
Der Ausschuss für Integration, Frauen und Gleichstellung des Abgeordnetenhauses hat auf Antrag von CDU und SPD eine Anhörung zur zweiten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft (2025–2034) durchgeführt. Die geladenen Expertinnen von RAA Berlin, ADEFRA und dem Wissensnetzwerk Rassismusforschung forderten eine verbindliche Verankerung der Dekade auf Landesebene – im aktuellen Koalitionsvertrag fehlt sie. Der Monitoringbericht von EOTO dokumentiert für 2025 rund 500 Fälle von anti-Schwarzem Rassismus, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr; 471 wurden als rassistische Diskriminierung oder Gewalt eingestuft. Anti-Schwarzer Rassismus sei strukturell und zeige sich in Wohnen, Arbeit, Behörden, Polizei, Bildung und Kultur. Konkrete Beschlüsse wurden in der Anhörung nicht gefasst.