Ausschuss hört Experten zu Antifeminismus als Brückenideologie
Der Verfassungsschutzausschuss des Abgeordnetenhauses hat am 31. August 2026 in öffentlicher Sitzung über Antifeminismus als 'Brückenideologie' zwischen extremistischen Milieus beraten. Beantragt hatte die Besprechung die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen; angehört wurden vier Fachleute sowie Vertreter*innen der Landeskommission Berlin gegen Gewalt. Innensenatorin Iris Spranger erklärte, antifeministische und frauenfeindliche Positionen seien fester Bestandteil rechtsextremistischer und islamistischer Ideologien und mit der Menschenwürde nicht vereinbar. Als Beispiele nannte sie salafistische Predigten, die Frauen auf Geburt und Hausarbeit reduzieren und ein angebliches 'Züchtigungsrecht' des Mannes propagieren, sowie ein YouTube-Video des Predigers Abul Baraa gegen die Gleichberechtigung. Ein Beschluss oder konkretes Ergebnis wurde nicht gefasst; die Sitzung diente der Bestandsaufnahme und dem fachlichen Austausch.