Linke fordert Maßnahmenplan gegen Jugendeinsamkeit in Berlin
Die Fraktion Die Linke fordert in einem neuen Antrag, dass der Senat untersuchen lässt, wie viele Berliner Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 27 Jahren sich einsam fühlen und ob es dabei regionale Unterschiede in der Stadt gibt. Zusätzlich soll der Senat darstellen, welche jungen Menschen besonders betroffen sind, und dem Parlament einen Maßnahmenplan gegen Jugendeinsamkeit vorlegen. Grundlage ist eine frühere Anfrage: Berlin erhebt bisher keine eigenen Daten zur Einsamkeit junger Menschen, sondern stützt sich nur auf Bundesstudien. Diese zeigen alarmierende Werte – 2020 berichteten 34,6 Prozent der Befragten von Einsamkeit, 2024 noch 20,5 Prozent; in der Zeitverwendungserhebung 2024 gaben 15,2 Prozent der 10- bis 17-Jährigen und 24,7 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an, sich häufig einsam zu fühlen. Einsamkeit gilt als Risikofaktor für Depression, Angst, Suizidgedanken und soziale Funktionsstörungen, besonders betroffen sind junge Menschen in Armutslagen. Der Antrag wurde noch nicht beraten, über eine Umsetzung ist also nicht entschieden.