Fast 200 Hitzetote in Berlin: Senat nennt Rettungseinsatz-Zahlen
Die SPD-Abgeordnete Linda Vierecke fragte den Senat, wie er die RKI-Untersuchung zu fast 200 hitzebedingten Todesfällen in Berlin bis Mitte Juli 2026 bewertet und was der Senat dagegen unternimmt. Der Senat räumt ein, dass es im Juni 2026 wegen fehlender nächtlicher Abkühlung erhöhte Sterbefallzahlen gab. Konkret nennt er: In der 25. und 26. Kalenderwoche gab es 14.030 Zuweisungen in Notfallkrankenhäuser, 821 mehr als in der 23. und 24. Woche, der Anteil hitzebedingter Notfälle stieg von 5,3 auf 8,8 Prozent (1.233 Personen). Eine berlinweite Auswertung der Hitze-Diagnose T67 kann der Senat nicht liefern, weil dafür die gesetzliche Grundlage für einen Datenabruf aus den Krankenhäusern fehlt. Als Akutmaßnahmen nennt er die Bärenhitze-Kampagne, das Hitzeschutzportal, geöffnete kühle Räume sowie zwei Polizei-Wasserwerfer als Sprühnebel; viele Maßnahmen des im November 2025 beschlossenen Hitzeaktionsplans seien aber langfristig angelegt.