Kosten der modularen Schulerweiterungsbauten: Senat sieht kein Überschreiten des Baupreisindex
Der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto wollte wissen, wie sich die Kosten der modularen Ergänzungsbauten (MEB) für Schulen seit 2016 entwickelt haben und warum der MEB-Typ 12 so viel teurer wurde. Der Senat verweist für die Einzeldaten auf eine Anlage und erklärt: Von 2016 bis 2018 lag die durchschnittliche Kostensteigerung bei rund 15 Prozent, danach wurden größere Stammgruppenräume, Belüftungsanlagen, Retentionsdächer und PV-Vorrüstung vorgeschrieben. Über den Baupreisindex hinausgehende Preissteigerungen bestreitet der Senat; Unterschiede zwischen Standorten erklärt er mit den jeweiligen Grundstücksbedingungen. Die meisten Aufträge gingen an die Firma Goldbeck, weil sie bei einem Großteil der EU-weiten Pakete das wirtschaftlichste Angebot abgab. MEB vor 2020 erfüllen nur die EnEV 2014, Bauten ab 2020 den KfW-Effizienzhaus-55-Standard; Kosten für eine spätere CO₂-neutrale Nachrüstung kann der Senat nicht beziffern.