Sonderfahrdienst: Nachfrage steigt, 2026 nur 74 % der Fahrten möglich
Die Grünen-Abgeordnete Catrin Wahlen fragte nach Entwicklung, Buchungswegen und Rückmeldungen beim Berliner Sonderfahrdienst (SFD) für mobilitätseingeschränkte Menschen. Die Antwort zeigt: Die Anfragen stiegen von rund 158.000 (2023) auf 183.668 (2025), die bediente Nachfrage sank aber von 92,2 % (2024) auf 81,4 % (2025) und im Januar–August 2026 auf nur 74,4 %. Häufigster Ablehnungsgrund ist mangelnde Kapazität ("kein Platz verfügbar"); Sicherheitsbedenken bei Treppenhilfe sind mit unter 0,05 % sehr selten. Das Jahresbudget wurde 2026 auf knapp 10,3 Mio. Euro erhöht (2025: 8,8 Mio. Euro), gebucht wird überwiegend telefonisch (63,5 %), zunehmend per App (33,2 %, zuletzt über 40 %). Die meisten Rückmeldungen betreffen Verwaltungs- und Abrechnungsfragen (38 %), sie fließen über monatliche Steuerungsrunden und einen Fahrgastbeirat in die Weiterentwicklung ein – faktisch können aber immer mehr Fahrten nicht mehr angeboten werden.