Rückstellungen von der Schulpflicht: Berlin erhebt Daten nicht zentral
Der AfD-Abgeordnete Tommy Tabor fragte, wie viele Anträge auf Zurückstellung von der Schulbesuchspflicht in Berlin seit 2010 gestellt, bewilligt und abgelehnt wurden. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie antwortet, dass diese Zahlen landesweit nicht zentral erhoben werden – im Fachverfahren wird nur das Enddatum einer Zurückstellung gespeichert. Nur einzelne regionale Schulaufsichten erfassen die Daten überhaupt, die vorgelegten Tabellen sind entsprechend lückenhaft: In Region 1 stieg die Zahl der Anträge von 173 im Schuljahr 2010/2011 auf 574 im Schuljahr 2025/2026. Die zweite Frage nach Kindern, die am 1. August noch nicht sechs Jahre alt waren, bleibt vollständig unbeantwortet – hierzu liegen keinerlei Angaben vor. Für Eltern und Öffentlichkeit bedeutet das: Wie viele Kinder vom Schulstart zurückgestellt werden, lässt sich berlinweit nicht nachvollziehen.