Senat hat kaum Daten zu Auswirkungen des Einschulungsstichtags
Der AfD-Abgeordnete Tommy Tabor fragte den Senat, welche Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Berliner Einschulungsstichtags auf Kinder, Förderbedarf und Rückstellungen vorliegen. Die Antwort ist ernüchternd: Zu den meisten Punkten — Entwicklungsstand der Kinder, vorzeitige Einschulungen, Vergleich mit anderen Bundesländern — liegen dem Senat keine Daten vor. Konkrete Zahlen gibt es nur zu den 'Verweilenden', also Kindern, die länger in der Schulanfangsphase bleiben: Ihre Zahl sank berlinweit von 3660 (2017/18) auf 2441 (2024/25). Anträge auf vorzeitige Einschulung werden nicht zentral erfasst, und für das Schuljahr 2025/26 fehlen wegen einer Systemumstellung erstmals alle Werte. Damit fehlt dem Senat nach eigener Aussage die empirische Grundlage, um sein Einschulungsmodell zu bewerten.