Prüfungen an Berliner Hochschulen: 5.200 endgültig nicht bestanden
Die Linke fragt, ob das Kostenrisiko bei Prüfungsstreitigkeiten einkommensschwache Studierende davon abhält, sich gegen schlechte Bewertungen zu wehren. Die Antwort zeigt: Ein Widerspruchsverfahren gegen Prüfungsbewertungen gibt es an Berliner Hochschulen nicht – Studierende können nur hochschulintern Gegenvorstellung einlegen, ansonsten bleibt nur der teure Weg vors Verwaltungsgericht. Seit 2019 wurden mehrere Millionen Prüfungen abgelegt, über 5.200 davon endgültig nicht bestanden, die meisten an der HWR (2.594) und der HTW (1.130). Aktuell stehen rund 3.580 Studierende in mindestens einem Fach vor dem letzten möglichen Prüfungsversuch, allein 2.301 an der HU, 628 an der FU und 261 an der BHT. Damit wird sichtbar, wie viele Studierende unmittelbar vom Risiko eines endgültigen Scheiterns und der Kostenhürde bei Klagen betroffen sind.