A100-Sperrung: Tempo 30 und mehr Lärm in West-Berliner Wohnstraßen
Die Grünen-Abgeordneten Antje Kapek und Petra Vandrey fragten, wie sich Stau, Lärm und Unfälle rund um die Nahumfahrung West seit der A100-Sperrung entwickelt haben. Das Lärmgutachten zeigt eine teils deutliche Lärmzunahme durch den Umleitungsverkehr mit hohem Lkw-Anteil; die Schwellenwerte der Berliner Lärmaktionsplanung werden überschritten. Als Sofortmaßnahme ordnete die Verkehrsbehörde ganztägig Tempo 30 an und bestätigte deren Wirkung – weitere aktive Lärmschutzmaßnahmen hält der Senat nicht für umsetzbar, es bleibt nur passiver Schallschutz über geförderte Schallschutzfenster. Die Luftschadstoffbelastung an der Königin-Elisabeth-Straße steigt zwar, bleibt aber deutlich unter den Grenzwerten der 39. BImSchV. Bei den Verkehrszählungen stieg die Belastung am Kaiserdamm von rund 21.000 auf 29.000 Fahrzeuge pro 12 Stunden, während sie auf Spandauer Damm und Knobelsdorffstraße zurückging; tödliche Verkehrsunfälle wurden im Untersuchungszeitraum nicht registriert.