Polizei Berlin nutzt KI zur Auswertung sichergestellter Mobiltelefone
Die CDU-Abgeordneten Freymark und Pätzold fragten den Senat, welche KI-Technologien die Polizei Berlin bei der Auswertung sichergestellter Mobiltelefone einsetzt. Der Senat antwortet: Bereits verfügbar oder in Entwicklung sind Übersetzungs- und Transkriptionsdienste, Bild- und Videoanalyse, automatische Bildbeschreibungen, Chatbot-Funktionen sowie Sprechererkennung und Stilometrie (Erkennung von Sprachstil per Statistik). Welche konkreten Softwareprodukte genutzt werden, teilt der Senat nicht mit – eine Offenlegung würde die technische Leistungsfähigkeit der Polizei offenlegen und die Straftatenaufklärung gefährden. Als Hürden nennt er stark gestiegene Hardwarekosten und Lieferzeiten, Ausschreibungsfristen, die nicht zum Markt passen, sowie zeitaufwändige Datenschutzprüfungen. Um Wartezeiten zu senken, bearbeitet die Polizei Mobilfunk-Auswertungen nach Dringlichkeit und Deliktsschwere; künftig sollen Polizei und Berliner Justiz über das 'Massen- und Schmutzdatennetz' Daten ohne Kopieren und Datenträgertransport gemeinsam nutzen können.