Lärmanzeigen wegen Partybooten in Treptow-Köpenick stark gesunken
Der SPD-Abgeordnete Alexander Freier-Winterwerb fragte den Senat, wie stark die Lärmbelastung durch Partyboote und Flöße auf Dahme, Spree und Müggelsee ist. Die Antwort zeigt einen deutlichen Rückgang: 2021 gab es 129 Lärmanzeigen, 2024 nur noch 48, 2025 insgesamt 21 und bis zum 24. August 2026 erst 12. Eine Aufschlüsselung nach einzelnen Gewässerabschnitten ist nicht möglich, weil die Polizei dies nicht automatisiert auswertet und das Bezirksamt keine strukturierten Daten erhebt. Zuständig für verhaltensbedingten Lärm sind die bezirklichen Ordnungsämter, für gewerblichen Lärm die Umweltämter; die Wasserschutzpolizei wird nur subsidiär tätig und leitet Anzeigen weiter. Eine Online-Befragung des Tourismusvereins aus dem Sommer 2021 ergab, dass rund 90 % der Teilnehmenden eine Zunahme von Lärm und Rücksichtslosigkeit durch Freizeitboote beklagten – inzwischen hat sich die private Initiative Gewässer-Lärmschutz (IGeL) gegründet.