Berlin beschafft 2025 fast nur proprietäre Software: 396 zu 12
Der Grünen-Abgeordnete Stefan Ziller fragte den Senat, wie Berlin bei Software-Beschaffungen Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern (Lock-in-Effekte) vermeidet. Der Senat verweist auf seine im Dezember 2025 beschlossene Open-Source-Strategie und die IKT-Architekturrichtlinie 2.0, die offene Schnittstellen, Wechselmöglichkeiten und Exit-Optionen fördern sollen. Die konkreten Zahlen zeigen jedoch eine klare Schieflage: 2025 wurden nur 12 Open-Source-, aber 396 proprietäre Software-Beschaffungen gemeldet; 2026 bislang 4 Open-Source- gegenüber 50 proprietären. Der Senat prüft, einen gesetzlichen Open-Source-Vorrang als Baustein der digitalen Souveränität einzuführen.
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