Asbest in 922 Wohnungen im Rollbergviertel: Senat war nicht informiert
Die Grünen-Abgeordneten Bahar Haghanipour und Katrin Schmidberger fragten den Senat nach Asbest-, Schadstoff- und Instandhaltungsproblemen im Rollbergviertel in Neukölln. Die Antwort der landeseigenen STADT UND LAND zeigt: In zwölf Gebäuden mit 922 Wohnungen gibt es Asbestbefunde oder -verdacht – 451 Wohnungen mit asbesthaltigen Bodenbelägen, 921 mit asbesthaltigen Faserzementrohren in Abluftkanälen, 280 mit Wand- und Deckenverkleidungen und 504 mit gekapseltem Kleber. Der Senat wurde darüber nicht gesondert informiert, weil das Unternehmen keine entsprechende Meldepflicht sah; er erfährt nur über den jährlichen Konzernbericht davon. Zehn Schimmelfälle werden derzeit bearbeitet, Störungen der zentralen Lüftungsanlagen sind nicht bekannt. 2025 fiel in der Kopfstraße 17 die Warmwasserversorgung wegen eines defekten Wärmetauschers rund eine Woche lang aus.