Wie Berlins Millionen für Wohnungslosenhilfe ausgegeben werden
Der Grünen-Abgeordnete Taylan Kurt fragte nach der konkreten Verwendung von Mitteln aus dem Sozialetat (Einzelplan 11) für die Wohnungsnotfallhilfe. Die Antwort zeigt, dass viele Housing-First-Projekte bereits einen Teil ihres Geldes erhalten haben – etwa die Neue Chance gGmbH (726.750 von 969.000 Euro) oder die Schwulenberatung Berlin (444.000 von 592.000 Euro). Einige neue Vorhaben wie die niedrigschwelligen Angebote für obdachlose EU-Bürger*innen, die Stärkung der Kältehilfe und der Zuschuss für das Kiez-Café sind dagegen noch nicht bewilligt. Für das digitale Verfahren zum Berlin Ticket S wurden bislang nur rund 24.633 Euro für eine Anwaltskanzlei ausgegeben, der Zuschlag soll spätestens Mitte August erfolgen. Die geplante neue Koordinierungsstelle für Kältehilfe und Straßensozialarbeit (450.000 Euro) soll erst 2027 starten; im laufenden Jahr wurde dafür noch nichts ausgezahlt.