78 Uferbäume an der Oberhavel gefällt – keine Ersatzpflanzungen
Die SPD-Abgeordnete Linda Vierecke fragte den Senat, warum an drei Uferabschnitten der Oberhavel in Tegelort, Konradshöhe und Heiligensee im November 2025 insgesamt 78 Uferbäume gefällt und im Frühjahr 2026 am Bärbelweg Röhricht samt Uferboden mit einem Bagger entfernt wurden. Der Senat antwortet, die Fällungen seien nötig gewesen, weil Wurzelwerk die Uferbefestigungen beschädigt hatte und die Verkehrs- und Standsicherheit laut turnusmäßiger Bauwerksinspektion nicht mehr gegeben war. Eine naturschutzrechtliche Genehmigung hielt der Senat nicht für erforderlich: Für die Bäume gilt eine Ausnahme der Baumschutzverordnung für Gewässerunterhaltung, das Schilf wurde nur zurückgeschnitten und soll sich in den nächsten Jahren regenerieren. Ersatzpflanzungen sind ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich ein Nistkasten wurde am Bärbelweg aufgehängt. Konkrete Änderungen der Uferunterhaltung nennt der Senat nicht – er verweist nur allgemein auf die geltenden gesetzlichen Anforderungen.