Senat lehnt Ausweitung des Geschützten Wohnungsmarkts ab
Die Linken-Abgeordnete Katina Schubert wollte wissen, ob der Senat den Zugang zum Geschützten Wohnungsmarkt (GWM) ausweiten will – etwa auch für Haushalte ohne Wohnberechtigungsschein (WBS). Der Senat verneint das: Der zuständige Steuerungsausschuss hat am 14.05.2025, 12.11.2025 und 29.04.2026 beraten und sich entschieden, den berechtigten Personenkreis vorerst nicht zu erweitern. Begründung: Mit den WBS-Stufen 180 und 220 seien mittlere Einkommen bereits einbezogen, und die Kooperationspartner*innen vermitteln fast nur WBS-pflichtigen Wohnraum. Zum zweiten Teil der Anfrage – wie viele Personen mehrfach über den GWM versorgt wurden – liegen keine Daten vor; eine Auswertung sei kurzfristig nicht möglich, erst die neue Fachsoftware FAMOS solle das künftig ermöglichen. Praktisch heißt das: Wer keinen WBS-Anspruch hat, bleibt vom Programm ausgeschlossen, und die Wirksamkeit des Programms lässt sich derzeit kaum überprüfen.