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Landesmeldung Beantwortet Eingestellt am 17.10.2026 · Antwort vom 28. Juli 2026

Vorkaufsrecht: Nur drei Häuser seit 2023 in Berlin angekauft

Die Grünen-Abgeordnete Katrin Schmidberger wollte wissen, wie oft Berlin seit 2023 sein kommunales Vorkaufsrecht in Milieuschutzgebieten geprüft und tatsächlich ausgeübt hat. Die Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zeigt: Geprüft wurde teils in Hunderten Fällen (Spandau 2024: 504, Mitte seit 2023: 193), doch angekauft wurden nur drei Objekte – Weichselstraße in Neukölln (2023), Kastanienallee in Pankow (2024) und Jansastraße in Neukölln (2025/2026). In vielen Bezirken scheitert die Ausübung an Ausschlussgründen, an der fehlenden Bereitschaft der landeseigenen Wohnungsunternehmen (z. B. Mecklenburgische Straße: Degewo und Gesobau lehnten aus wirtschaftlichen Gründen ab) oder an Personalmangel. Lichtenberg prüft seit dem Bundesverwaltungsgerichtsurteil 2020 in Milieuschutzgebieten gar nicht mehr, Treptow-Köpenick verweist auf den Ausschlussgrund nach § 26 Nr. 4 BauGB. Adressen nennt der Senat aus Datenschutzgründen nicht – die Antwort bestätigt damit den Verdacht, dass das Vorkaufsrecht praktisch kaum noch genutzt wird.

Wohnen & Bauen Anfrage & Antwort

Quelldokument

Referenz
19/26616
Typ
Schriftliche Anfrage
Urheber
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Fraktionen
Bündnis 90/Die Grünen
Themengebiet
Wohnungswesen
Veröffentlicht
09.07.2026
Ebene
Landesebene (Berlin)
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