Studie zu Antisemitismus in queeren Szenen verspätet veröffentlicht
Der Linke-Abgeordnete Dr. Klaus Lederer wollte wissen, warum die vom Land Berlin finanzierte Studie „Umfang, Verbreitung und Relevanz von Antisemitismus in queeren Szenen in Berlin“ nur digital in der Bibliothek des Abgeordnetenhauses hinterlegt und nicht öffentlich vorgestellt wurde. Der Senat antwortet, die Übermittlung an die Bibliothek sei eine Pflichtauflage; sie habe nichts mit einer früheren Anfrage zu tun. Die bereits im Januar 2026 fertig layoutete Studie wurde erst am 12. Juni 2026 übermittelt, weil die Fachabteilung andere Prioritäten setzte. Inzwischen ist das Dossier auf der Website der Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung bzw. des Ansprechpartners gegen Antisemitismus abrufbar. Damit bleibt vor allem die verspätete und wenig beworbene Veröffentlichung einer öffentlich finanzierten Studie in der Kritik.