Berlin fehlen Daten zu neurodivergenten Kindern und Jugendlichen
Die Linke wollte vom Senat wissen, wie viele neurodivergente Kinder und Jugendliche in Berlin leben, wie viele dauerhaft die Schule meiden und welche Unterstützungsangebote es für sie und ihre Eltern gibt. Die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ist ernüchternd: Zahlen zu ADHS, Autismus, Legasthenie oder Dyskalkulie werden statistisch gar nicht erfasst, ebenso wenig Schulabwesenheit über sechs Wochen, Inobhutnahmen oder Kinderschutzmeldungen. Auch spezialisierte schulische und nicht-schulische Angebote werden nicht zentral erfasst. Stattdessen verweist der Senat auf inklusive Regelangebote wie Temporäre Lerngruppen, Autismus-Auftragsschulen, sonderpädagogische Kleinklassen und Tagesgruppen sowie auf Beratung durch den Heilpädagogischen Fachdienst an den Sozialpädiatrischen Zentren. Damit bleibt offen, wie groß der tatsächliche Bedarf ist und ob die vorhandenen Angebote ausreichen.