Missbrauchsvorwürfe an Schulen: Senat lässt viele Fragen offen
Der SPD-Abgeordnete Orkan Özdemir fragt den Senat, wie die Schulaufsicht 2016 mit Hinweisen auf sexuellen Missbrauch durch eine Lehrkraft umging, warum diese danach an weiteren Schulen unterrichten konnte und wie wirksam die Schutzkonzepte sind. Der Senat verweigert zu den konkreten Vorwürfen jede Bewertung und verweist auf fehlende Konkretisierung des Falls. Er räumt ein, dass 2016 nur die damaligen Notfallpläne mit einem 'Notfallplan Sexuelle Übergriffe' galten. Erst 2024 wurden die Notfallpläne grundlegend überarbeitet und enthalten nun drei eigenständige Handlungspläne, darunter einen speziell zu 'Sexualisierte Gewalt durch Schulpersonal'. Ob es ein bezirksübergreifendes Verfahren zur Weitergabe von Verdachtsfällen bei Schulwechsel gibt, bleibt unbeantwortet.