Wasserzähler: Berlin stellt bis 2032 auf Funkzähler um
Der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto wollte wissen, warum Wasserzähler in Deutschland alle sechs Jahre ausgetauscht werden müssen, obwohl andere EU-Länder sie 10 bis 23 Jahre nutzen. Die Antwort: Grundlage ist das Mess- und Eichgesetz, die Sechs-Jahres-Frist beruht auf einer Richtlinie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt aus dem Jahr 1982. Ob Zähler nach sechs Jahren tatsächlich ungenau zählen, kann der Senat nicht sagen – dafür ist die PTB zuständig, eigene Messdaten haben die Berliner Wasserbetriebe nicht. Eine rechtlich mögliche Verlängerung der Eichfrist auf bis zu zwölf Jahre per Stichprobenverfahren scheitert am harten Berliner Trinkwasser, das die mechanischen Zähler stark abnutzt. Deshalb tauschen die Wasserbetriebe ab 2026 schrittweise alle Zähler gegen statische Funkwasserzähler aus – der gesamte Bestand soll innerhalb von sechs Jahren umgestellt sein.