Senat bestätigt Antisemitismus in queeren Communities in Berlin
Der Linke-Abgeordnete Dr. Klaus Lederer fragte den Senat, ob es in queeren Communities in Berlin antisemitische und israelfeindliche Tendenzen gibt. Der Senat antwortet: Seit dem 7. Oktober 2023 ist die Zahl antisemitischer Vorfälle massiv gestiegen, und queere Orte wie Bars, Clubs und Pride-Events werden zunehmend zu Austragungsorten von Antisemitismus. Queere Jüdinnen und Juden berichten von Boykotten, Angriffen und Bedrohungen und ziehen sich zunehmend aus der Community ins Privatleben zurück. Die angekündigte Expertise 'Umfang, Verbreitung und Relevanz von Antisemitismus in queeren Szenen in Berlin' ist fertiggestellt, wurde von Stefan Lauer erstellt und kostete 10.000 Euro; sie wurde an die Bibliothek des Abgeordnetenhauses abgeliefert. Der Senat prüft ein erstes Modellprojekt für Aufklärung und Empowerment, während die IGSV-Maßnahme 51 noch nicht begonnen hat.